Werkstatt

Entstehung eines Werkstückes:

Aus einem Stück Ton wird das Werkstück in reiner Handarbeit geformt. Zu den handwerklichen Techniken gehören das Drehen auf der Töpferscheibe (z.B.: Rosenkugeln), freies Modellieren von Hohlkörpern (z.B. Skulpturen) oder Plattentechnik, wo aus Tonplatten geschnitten, zusammengefügt und aufmodelliert wird (z.B.: Türschilder).

Nach dem Trocknen wird das Werkstück bei 960°C im Brennofen gebrannt. Der sogenannte Schrühbrand dauert zirka 2 bis 3 Tage. Danach wird die Glasur mittels Pinsel, Schütten,  Eintauchen oder Spritzpistole aufgetragen.
Es folgt der finale Glasurbrand zwischen 1020°C bis 1200°C.

Der Werkstoff:

Ton ist ein Material, das aus Gestein durch einen geologischen Verwitterungsprozess vor Millionen von Jahren entstanden ist und ein reines Naturprodukt ist.
Ton ist ein plastisches, weiches Material, das sich gut Formen, in feuchtem Zustand immer wieder verändern lässt und in seiner endgültigen Form an der Luft trocknet. Erst durch das Brennen wird der Ton zur Keramik.
Glasur ist zunächst staubförmig, zusammengesetzt aus Quarzverbindungen und Metalloxiden, dann mit Wasser angerührt und auf das Werkstück aufgetragen.  Im Brennofen schmilzt die Glasur und überzieht den Scherben.